Grete Schickedanz: "Frau Quelle" und das Wirtschaftswunder
Shownotes
Milliardenumsätze machte die "Quelle" schon in den 1960ern, nachdem Gründer Gustav Schickedanz 1977 starb, wachte seine Witwe Grete über die Geschicke eines der größten Unternehmen der Welt. Ihre Markenzeichen von Anfang an: Nähe zu den Mitarbeitern, innovative Geschäftspraktiken, Wohltätigkeit und ein untrüglicher Sinn für den Geschmack der Kunden. Doch über all dem schwebte ein Schatten aus der Nazizeit… Wir sprechen über Grete Schickedanz und bewerten sie für unsere ultimative Liste der "Größten Franken aller Zeiten".
Neue Folgen von "Die größten Franken aller Zeiten" mit den Hosts Thomas Correll und Lukas Koschyk erscheinen immer mittwochs, diese zehn Persönlichkeiten sind dabei: Lothar Matthäus, Werner Heisenberg, Petra Kelly, Tilman Riemenschneider, Dirk Nowitzki, Grete Schickedanz, Kunigunde von Luxemburg, Henry Kissinger, Ludwig Erhard und Albrecht Dürer.
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Amüsante und informative Doku über die "Quelle" in den 1970ern, die auch im Podcast erwähnt wird: https://www.youtube.com/watch?v=c-SvA6Kh2c8
Zu Gustav Schickedanz' Geschäften während der Nazizeit gibt es etwa hier weitere Informationen: nordbayern.de/aufstieg-und-fall-der-quelle-1.80626
Transkript anzeigen
00:00:00: Diese Folge wird präsentiert von der Stadt Fürth, wo deutsche Wirtschaftsgeschichte geschrieben wurde.
00:00:21: Die größten Franken aller Zeiten Ein Podcast des Verlags Nürnberger Presse Lukas.
00:00:33: Frage zum Einstieg Erinnerst du dich an die
00:00:37: D-Mark?
00:00:38: Ja ich erinnere mich vor allem an die Fünfmark Münze Mächtig war die.
00:00:43: Ich erinnere mich auch, weil du sagst an die Fünfmark Münze.
00:00:46: Du bist ja etwas jünger als ich.
00:00:49: Du
00:00:50: warst ungefähr drei Jahre alt... ...als der Euro eingeführt wurde?
00:00:56: Zehn
00:00:56: war ich!
00:00:58: Ich hab noch mit Marc...
00:01:00: Und du mochtest dieses Fünfmark-Stück?
00:01:02: Ja,
00:01:03: weil's halt so groß war und man für fünf Mark echt viel bekommen hat.
00:01:06: Früher hatten wir auch für fünf Euro noch viel bekommen aber... Wir fangen nicht so an.
00:01:10: Nee.
00:01:12: Die Inflation ist... Thema demnächst, obwohl es heute schon um Geld geht.
00:01:17: Deswegen stelle ich die Frage deswegen steige ich damit ein.
00:01:22: Für mich auch dieses fünf magstück.
00:01:26: Es gab eine zeit da war ich vielleicht auch so in dem alter und Ich damals war es ja dann auch noch ein bisschen mehr wert wenn man so will Und wenn man ein kind ist Fünf mark unglaublich viel geld.
00:01:39: das war unendliche möglichkeiten.
00:01:41: Es wäre auch ein perfekter leger beim scharfkopf der hat einen guten hebel
00:01:44: Klunk.
00:01:45: Stimmt, stimmt.
00:01:46: Kann
00:01:46: ich mir so vorstellen?
00:01:47: Also weißt du, so nachmittags im Schwimmbad fünf Mark dabei zu haben.
00:01:54: Welcher war deine Lieblingsnote?
00:01:57: Ähm...
00:01:59: Ich hatte keine Lieblungsnote.
00:02:01: Weißt du noch eine Person die auf irgendeiner drauf
00:02:02: war?
00:02:03: Nein!
00:02:03: Du?
00:02:03: War nicht
00:02:04: Gauss auf irgendjemand darauf?
00:02:06: Auf der blauen?
00:02:06: War der Blaue oder zählnden Mark Schadenker?
00:02:08: Ja, Martiniker.
00:02:09: Gauss.
00:02:09: Who
00:02:10: knows?
00:02:11: Physik war schon.
00:02:12: Heute geht es um wen andern, um wen geht's?
00:02:14: Es geht um Geld!
00:02:15: Es geht Um... Nee.
00:02:18: Vorher.
00:02:18: Es geht around die alte Bundesrepublik.
00:02:21: Weil das ist auch so ein Ding was ich mit der D-Mark verbinde Die alte BundesRepublik.
00:02:25: Ich bin wie wir ja schon festgestellt haben etwas älter.
00:02:28: Ich bin in twoinundzehnzweiundachtzig geboren und habe so'n bisschen dass noch selber Mitgekriegt aber halt Auch in den neunzigern.
00:02:34: Und man weiß ja immer es gibt so Manche Sachen erkennt man die so überbleibses sind.
00:02:40: Ich hab mal gehirnt, also die Post gehört dazu.
00:02:43: Dieses Postzeichen ist Posterhorn.
00:02:45: Die Bundesbahn.
00:02:47: Ja?
00:02:47: Kohlrolladen
00:02:49: für
00:02:49: Essen ... Für mich alte Bundesrepubliken.
00:02:51: Ist das jetzt ein Wortwitz wegen des alten Kanzlers
00:02:53: oder?
00:02:53: Nein!
00:02:54: Einfach nur Kohlroladen.
00:02:55: So Krautwickel oder so was.
00:02:57: Das ist für mich ein Essen, das kommt straight aus der Alten Bundesrepubrik von.
00:03:02: griechengeführte Sportgaststätten.
00:03:05: Alte Bundesrepublic,
00:03:06: weißt du?
00:03:07: Hotelzene Teppichboden mit Taxateller, genau.
00:03:13: Mit Käse über Backenes Güros.
00:03:16: Hotels mit Teppichboden im Treppenhaus.
00:03:20: Das ist moderne Hotels machen das nicht mehr.
00:03:23: Das war früher immer Teppigboden auch in den edlen Hotels.
00:03:26: Zeichnest hier ein BRD Noir Bild.
00:03:30: Das gefällt mir gut.
00:03:33: Die grünen Wellscheiben Telefone.
00:03:36: Wir hatten so ein Star-Heim, auch bevor überhaupt alles angefangen... ...bevor die Welt angefangen hat.
00:03:41: Du erinnerst dich Zeit vor den Hemmys?
00:03:43: Verrückt!
00:03:44: Und was
00:03:45: noch?!
00:03:46: Der Quellekatalog.
00:03:48: Jetzt sind wir am Punkt angekommen.
00:03:50: Wir sprechen heute über Grete Schickedanz Frau Quelle wie sie auch genannt wurde.
00:03:56: Förderunternehmerin, die diesen gigantischen Quellekonzern allein geleitet hat nach dem Tod ihres Mannes vorher mit ihm zusammen.
00:04:06: Es geht um Geld, es geht um Konsum.
00:04:08: Es geht auch um Kapitalismus und Nationalsozialismus.
00:04:13: Mal wieder?
00:04:14: Hatten wir schon mal!
00:04:15: Es geht die alte Bundesrepublik um große Themen, weil wir ja hier schließlich sind bei
00:04:22: den größten Franken aller Zeiten.
00:04:26: Lukas Korczyk
00:04:28: sitzt neben mir.
00:04:29: Thomas Korrell ist mein Name.
00:04:32: Folge sechs, die größten Franken aller Zeiten.
00:04:36: Wir haben mittlerweile eine telepathische Verbindung.
00:04:39: Du wusstest, was ich von dir will?
00:04:42: Absolut!
00:04:44: Heute Folge sechs wird mit jeder Woche... In der eine neue Folge erscheint spannender und spannender wäre.
00:04:51: schafft's am Ende auf die einst.
00:04:52: letzte Woche hatten wir einen kleinen Zwischenstand gezogen.
00:04:57: heute gerne noch mal rein.
00:04:57: es ging um Dirk Nowitzki.
00:04:58: am ende der letzten Folge hatten wir auch Mal kurz aufs Ranking geguckt
00:05:06: Grete Schickedanz.
00:05:07: Thomas
00:05:07: ist heute der Experte, Thomas was hast du mitgebracht?
00:05:10: So ist es.
00:05:11: ich entführe dich erst mal in einem Moment Aufnahme in ein Panorama in die alte Bundesrepublik sagen wir Anfang der achtziger Jahre.
00:05:23: Grete schickedans ist siebzig Jahre alt circa auf dem Gipfel ihrer Macht.
00:05:30: Sie würde selber diese Ausdrucksweise wahrscheinlich als geschmacklos ablehnen.
00:05:36: Sie hat nicht in solchen Kategorien gesprochen, gedacht vielleicht.
00:05:40: Wie haben sie denn immer gesprochen?
00:05:43: Sehr bodenständig!
00:05:45: Also es war ihr auch immer unangenehm über ihren Reichtum zu sprechen.
00:05:51: ich habe auch kaum eine Aussage wo's um die Zeit des Nationalsozialismus zum Beispiel geht also Politik.
00:06:02: Es gibt Themen die schneidet sie eher nicht an.
00:06:05: Wir kommen dann noch auf ihre Persönlichkeit, es ist so eine typische Unternehmerbiografie mit einem geradezu puritanischen Arbeitseifer und Moralvorstellungen.
00:06:21: Trotzdem, sie ist auf dem Höhepunkt ihrer Macht, das kann man zu dem Zeitpunkt sagen.
00:06:27: Simon-Sebzig ist ihr Mann Gustav Schickedans gestorben.
00:06:32: Sie ist also allein an der Spitze.
00:06:37: Sie lebt in Dambach, dem vierter Stadtteil.
00:06:41: Wer kennt ihn nicht?
00:06:42: Ich schaue da
00:06:42: auch zu Dambacher.
00:06:43: Absolut!
00:06:46: Viele Grüße an unsere Hörerinnen und Hörern aus Dambbach die sicherlich die Schicke Danz Villa kennen zumindest von außen.
00:06:54: Dort gibt es einen Swimming Pool.
00:06:56: Es laufen Fassane durch den Garten.
00:06:59: Es sind Putten Zu sehen, also Marmor.
00:07:03: Dieses Wort?
00:07:04: Nackte Engelchen... Die Familie Schickedanz hat außerdem eine Villa am Tegernsee ein Landgut bei Barcelona.
00:07:14: Grete Schickidanz trägt gerne eine Perlenkette.
00:07:17: Das ist so ne Art Markenzeichen von ihr sie.
00:07:20: Auch
00:07:20: ein Überbleibsel der alten BRD.
00:07:22: Total!
00:07:23: Ja gut hast du das sagst.
00:07:24: Perlenketten voll.
00:07:26: Alte Bundesrepublik Sie achtet auch drauf dass diese perlenecht sind und schön sind in den Wert haben.
00:07:33: Also es ist kein Billigkram, den sie an ihre Kunden verkauft.
00:07:41: habe ich jetzt kurz schon die Provokation von später vor weggenommen?
00:07:49: man kann das so sagen weil die Quelle tatsächlich immer gerade in den Anfangsjahren vor allem billig sein muss.
00:07:55: Greta Schickedanz kleidet sich nicht in den Sachen die die Quellen verkauft.
00:08:01: Sie schwimmt gerne auch noch im offenen Meer, sie wandert.
00:08:07: Sie führt wie ich gesagt habe alleine die Quelle mit einigen Männern hauptsächlich aus der Familie an ihrer Seite.
00:08:13: aber es ist schon die das Sagen hat bis Ende der Achtziger wo sich dann so langsam ihr Gesundheitszustand verschlechtert eigentlich Anfang der Neunziger muss man sagen wo sie ja tatsächlich auf die Achtzig zugeht.
00:08:29: Die Quelle ist damals eines der größten Unternehmen in der Welt.
00:08:32: Anfang der Achtziger über vierzigtausend Mitarbeiter, zehn Milliarden D-Mark Umsatz.
00:08:40: Viele
00:08:40: fünf Mark Münzen.
00:08:41: Vielen verdammt viele fünf Mark Münzen.
00:08:45: Es gibt damals eine Zeit wo die Firma Otto vom Auto Katalog Der größtes größte Versandhaus der Welt ist und Quelle an zwei.
00:08:56: das ist so auch so ne Konkurrenzsituation.
00:08:58: wir kommen vielleicht später noch mal dazu.
00:09:01: Es ist, man kann es so sagen das Amazon des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:09:06: Und es wird nicht geführt von Jeff Bezos sondern...
00:09:09: So ist es!
00:09:10: ...grätschige Danzen?
00:09:11: Wann ist sie denn geboren
00:09:12: eigentlich?!
00:09:13: Ja du fängst jetzt schon wieder beim Anfang an ein paar Grundinformationen net verkehrt.
00:09:22: Das heißt genau, ich habe es ja gesagt.
00:09:23: Sie ist zu dem Zeitpunkt dann siebzig Jahre.
00:09:26: Aber lass mich noch mal kurz ein bisschen ausführen wie groß und was für ein unfassbares Ding die Quelle da dann isst.
00:09:34: Und ich hab dann auch noch einen kleinen Noch ein paar Einschübe bevor wir In die klassische Biografie Einsteigen Den sozusagen den zweiten Teil des Podcasts beginnen mit einer knackigen Überschrift du wirst dich freuen oder auch nicht aber
00:09:55: Bleiben sie dran
00:09:56: bleiben Sie dran spoiler spoiler ende.
00:09:58: was kann man da alles kaufen?
00:10:00: die firmaquelle verkauft fertighäuser.
00:10:02: Die werden noch verschickt.
00:10:04: Die firma Quelle unterhält tankstellen Warenhäuse in ganz deutschland.
00:10:09: es ist möglich eine zeitlang zumindest Hunde zu bestellen pudel langhard dackel.
00:10:16: Es ist möglich eine Heimordel zu bestellen, es ist möglich einen Lama-Haarmantel zu Bestellen oder japanische Bonsai Kiefern.
00:10:25: Alles was man verpacken kann, kann man bei Quelle kaufen.
00:10:28: Hast du denn mal etwas bei Quellen bestellt?
00:10:30: Ich habe mir nie was bei Queller bestellt.
00:10:31: ich kann mich zumindest nicht daran erinnern.
00:10:33: Ich würde jetzt mal davon ausgehen dass meine Eltern schonmal was bei quelle bestellt haben.
00:10:37: Aber ihr hattet die Quelle Katalog Zuhause?
00:10:40: Ich kann mich nicht daran Erinnern tatsächlich.
00:10:43: Jetzt konkret Aber ich vermute, dass wir den auch zu Hause hatten.
00:10:47: Weil jeder hatte ihn zuhause.
00:10:50: Der wurde zu dem Zeitpunkt zwölf Millionen mal gedruckt pro Halbjahr.
00:10:57: Das galt immer für ein halbes Jahr.
00:10:58: Zwölf Million ... Ich hab irgendwo gelesen es waren dann keine Ahnung die Hälfte der Haushalte oder sowas in Deutschland.
00:11:05: Hatten den Quellekatalog Die Konsumbibel der Deutschen?
00:11:10: Der Rest ist mit der U-Bahn nach Eberhardshof gefahren und Hat er da direkt geschobt?
00:11:16: Nein.
00:11:18: Das ging nicht, aber wir kommen noch auf.
00:11:20: Oder konnte man dort?
00:11:21: Ich weiß es gar nicht.
00:11:23: Es wurde dort nur versendet.
00:11:25: Da kommen wir auch noch drauf gleich.
00:11:27: natürlich gibt's Kritik.
00:11:30: Hans Magnus Inzensberger zum Beispiel der große Intellektuelle nannte den Quellekatalog die kleinbürgerliche Hölle.
00:11:40: Land ist auch die SZ, die süddeutsche Zeitung gerne.
00:11:44: Die Gardinen-Hölle in der Tatzstand mal Biederemutchenmode werde dort verkauft.
00:11:52: also dieser Konsum den kritisieren damals schon viele gleichzeitig.
00:11:57: auch Enzensberger gibt zu dass das eigentlich so einem Kulturgut Der Bundesrepublik geworden ist und er sagt irgendwann Mal Dass man Wahrscheinlich wenn unsere Nachfahren nur den Quellekatalog finden, mehr über unser Leben herausfinden können als ... Wenn sie Bühnenstücke, Bücher was auch immer in die Finger bekommen.
00:12:19: Während Thomas ein Stück Wasser trinkt, stelle ich eine kurze Nachfrage.
00:12:23: Das heißt es ist damals schon ein kulturelles Objekt das auch rezipiert wird im Vögel-Tor von schlauen Menschen vielleicht auch kritisiert wird?
00:12:32: Ja.
00:12:34: Vor allem kritisisiert wird!
00:12:36: Da
00:12:36: sind wir aber schon relativ am Ende dieser Ära, oder?
00:12:40: Wir sind auf dem Höhepunkt.
00:12:43: Nach wie vor in den Achtzigerjahren.
00:12:46: In den Aachtzigerjanen wird es dann schwieriger ... Da können wir später noch drüber reden.
00:12:50: Aber das ist sozusagen der Zenit.
00:12:55: Kritisch.
00:12:56: Schickedanz wird vom Spiegel als Deutschlands mächtigste Unternehmerin bezeichnet.
00:13:01: Sie isst nach den Schätzungen einer ... Zeitschrift zu dem Zeitpunkt die viertreichste Frau Europas mit geschätzt drei Komma drei Milliarden Dollar Vermögen.
00:13:13: Jetzt rat mal wer die drei Frauen vor ihr sind.
00:13:16: welche.
00:13:17: welche Frauen sind in späten achtzigern reicher als kritische getanz In Europa?
00:13:24: eine gemeine frage.
00:13:30: Also.
00:13:30: einen kann ich dir sagen die wirst du nicht erraten.
00:13:32: das ist
00:13:32: noch kurz.
00:13:33: also Staatschefinnen fallen mir keine ein Die sich vielleicht...
00:13:40: Geht aber in die Richtung.
00:13:40: ... am
00:13:42: Geld ihres Volkes bedienen konnten?
00:13:46: Nee, sagt's mir!
00:13:47: Staatschefinnen ist zu klein gedacht.
00:13:49: Also direkt vor ihr Johanna Quant der Quant-Familie ist mit BMW verbindet man mit BMW Aber an Platz eins und zwei Königinnen Queen Elizabeth Und Beatrix von den Niederlanden
00:14:03: also.
00:14:03: Okay na gut war ja nicht ganz...
00:14:05: Nee ging in die richtung.
00:14:10: Ich will hier auf eine Sache gleich eingehen, ich finde die Sache wichtig.
00:14:16: Wir reden ja über die größten Frankenfrenkenen und Franken aller Zeiten.
00:14:22: Das ist etwas was sie als Unternehmerin auszeichnet Nämlich die Wohltätigkeit.
00:14:29: Sie spendet an verschiedenste Institutionen An die Förderschulen.
00:14:35: also die Stadt viert hat ihr viel zu verdanken.
00:14:39: Sie spendet ans rote Kreuz.
00:14:41: Sie ührt sehr früh moderne Rentenregelungen ein, wo das noch gesetzlich überhaupt nicht tatsächlich aktuell war.
00:14:51: Also ihre Mitarbeiter liegen ihr sehr am Herzen.
00:14:54: Es gibt mehrere Kitas, wo die vielen Frauen, die bei der Quelle angestellt sind, ihre Kinder hinbringen können.
00:15:01: es gibt einen alten... Sie hatten wahrscheinlich
00:15:03: auch immer einen hohen Frauenanteil oder?
00:15:05: Sie hatten immer mehr als die Hälfte Frauen in der Belegschaft.
00:15:09: Ich habe eine ganz putzige Doku aus den Siebzigerjahren gesehen, kann man sich anschauen und gibt es auf YouTube.
00:15:15: Es ist natürlich schon so dass die Frauen, diejenigen sind, die ich sage mal Drecksarbeit machen und die Pakete...die Päckchen mit den Sachen hin- und herschieben müssen Und dann immer Männer gezeigt werden, die sich an irgendwelchen Tischen über die Strategie unterhalten.
00:15:34: Gritisch Schickedanz hat zugegeben, dass es nicht so einfach ist Frauen zu finden die für Führungs-Jobs geeignet sind.
00:15:46: Sie macht in den Achtzigerjahren auch die Frauen selber ein bisschen dafür verantwortlich weil sie eben nicht wollen sondern sich ihre Familie kümmern müssen.
00:15:55: Die Rollenbilder klar!
00:15:58: Versucht aber das schon bewusst auch in der Zeit, wo es vielleicht noch nicht so en vogue ist.
00:16:03: Sag ich mal Frauen in Führungspositionen zu bringen.
00:16:06: die Quote von damals Ich weiß sieben acht Prozent inführungsposition ist hierzu niedrig.
00:16:12: also diese Dinge.
00:16:15: Sie hält einen sehr guten Draht zu ihren Mitarbeitern was natürlich bei einer Firma in der Größe eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist.
00:16:23: viele erinnern sich später sehr positiv an ihre kleineren Begegnungen mit kritische Gedanst.
00:16:29: Renate Schmidt zum Beispiel, die SPD-Politikerin, die Familienministerin war hat bei der Quelle gearbeitet.
00:16:40: In der IT glaube ich war dann im Betriebsrat lange Jahre es ja, ich glaube, achtzehn Jahre bei der quelle geararbeitet und auch natürlich dann zum Beispiel das Vorwort für Quelle... was war das?
00:16:54: Ja, das
00:16:54: Bericht oder
00:16:55: was.
00:16:56: Für mich scheint da aber auch so ein bisschen glaube ich diese Zeit durch, oder?
00:16:59: Das gehörte doch auch zum Wirtschaftswunder und selbst mit vierzigtausend Mitarbeitern noch das Modell der Deutschland AG verfolgen einen familiengeführtes Unternehmen.
00:17:09: war es denn auch so?
00:17:10: Ich bin dabei Holz verteffelten Wänden mit Kronleuchtern Und aber trotzdem naja wir müssen schon für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Was machen Vielleicht auch ein gewisses sozialdemokratisches Ethos.
00:17:23: Weiß man dazu mehr?
00:17:24: Hatte sie das?
00:17:26: Nee, würde ich jetzt nicht sagen.
00:17:28: Kann ich dir nicht viel dazu sagen... Die haben sich eher aus der Politik rausgehalten.
00:17:34: Aber Familienunternehmen und die Werte, die damit einhergehen.
00:17:37: Absolut!
00:17:39: Schon natürlich Geld machen aber mit einer gewissen Verantwortung auf jeden Fall mit dem Gefühl Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter zu haben auch Verantwortung für die Kunden zu haben auf eine Art.
00:17:53: In diesem Film wird auch beschrieben, wie viel Geld und wie viel Zeit in die Qualitätskontrolle gesteckt wird, wo lustige Gerätschaften gezeigt werden, die zum Beispiel Waschmaschinen durchschütteln um zu gucken ob die Wasch Maschine das aushält oder simulieren bei Schuhen dass jemand läuft mit so einem mechanischen Aufbau Das kannst du mal bei Amazon anfragen, ob die irgendwo eine... ...dreißig Millionen teure Halle haben wo auf Qualität getestet wird.
00:18:31: Wir sind
00:18:31: im Bereich der Mutmaßungen angekommen?
00:18:32: Vielleicht wäre das Argument dann jetzt macht man es mit Bewertung in der Kunden, die dafür sorgen dass man nur die besseren Sachen kriegt oder so.
00:18:41: aber diese Mühe um tatsächlich Qualität zu verkaufen, macht sich heute keiner mehr.
00:18:46: Das wage ich einfach mal wirklich zu... zu behaupten.
00:18:49: Bevor
00:18:50: wir zu nostalgisch werden, weiter!
00:18:52: Bevor wird zu nostalgeschwerden.
00:18:55: noch zum letzten zur Wohltätigkeit zu ihrem achtzigsten Geburtstag das würde ich als Nürnberger auch sehr freuen schenkt sie der Stadt Nürmberg unter tausend mark.
00:19:06: die stadt viert kriegt eine million.
00:19:11: das sehen wir wie die prioritäten verteilt sind.
00:19:14: gut sie ist vierterin von anfang an.
00:19:17: wir kommen ja dann Auch noch zu ihren Wurzeln.
00:19:21: Insofern ist das schon auch verständlich.
00:19:23: Ich möchte jetzt noch über die Dinge sprechen, die wegweisend waren Wo sie wirklich Sie und ihr Mann natürlich Gustav Schickedans an der Vordersten Front.
00:19:38: Man könnte sagen visionär, man könnte sagen genial, wir werden später noch über Vermächtnis und Genialität sprechen.
00:19:45: Unsere Zuhörerinnen und Zuhöre wissen dass wir auch Bewertungen anhand von Kategorien vornehmen.
00:19:50: will ich jetzt mal nur nicht zu viel dazu sagen.
00:19:52: einmal die Automatisierung.
00:19:54: dieses Paketzentrum ist der Wahnsinn an der Förderstraße da verlaufen diese Paternoster.
00:20:01: wo man die Pakete dann reinschmeißen kann wurde damals schon so gebaut.
00:20:05: Und gebaut, würde das glaube ich in den Sechzig- oder Siebziger?
00:20:09: Also Achtzig steht das Ding schon längst!
00:20:11: Das ist von dem Moment an wo die Bestellung eingeht per Post.
00:20:17: Die Post kommt fünfmal am Tag und bringt Bestellungen bis zu dem Moment wo das Paket rausgeht... ...per Bahn.
00:20:25: Es gibt einen eigenen Bahnhof der zwanzigtausend Waggons im Jahr abfertigt.
00:20:31: Fast automatisch klar Da greifen immer wieder Menschenhände zwischendurch ein.
00:20:36: Aber tatsächlich kommen die Bestellungen am Ende alle in einen Korb und werden dann verpackt, das zu kleben übernehmen da nochmal Menschen aber da läuft sehr viel automatisch.
00:20:49: Das ist definitiv.
00:20:50: seinerzeit voraus war eine effizientere Art zu arbeiten.
00:20:53: Das sieht man in dieser Doku, die wir in den Schaunauts natürlich verlinken werden?
00:20:58: Machen wir weil sie wirklich
00:21:00: nach Maschinenraum klingt
00:21:02: Und die sehr interessant.
00:21:02: Doku ist super, weil sie auch so ein bisschen satirisch funktioniert.
00:21:09: Kann ich empfehlen?
00:21:10: Dann die Globalisierung!
00:21:12: Da kann man die Rolle von Greta Shikidans besonders hervorheben.
00:21:16: Sie isst von Anfang an... Also nach fünfundvierzig für den Einkauf zuständig.
00:21:21: Das heißt, sie isst bei den Produzenten und da ißt sie in der ganzen Welt unterwegs.
00:21:30: auf Mallorca mit den Hoteliers, weil in den sechziger Jahren jemand für zwei Wochen dreihundertfünfzig Mark am mallorca fliegen kann voll pension inklusive.
00:21:41: irgendjemand muss das aushandeln.
00:21:43: Sie ist im fernen osten sie ist überall unterwegs und sie versteht sehr früh dass eben die globalisierung Möglichkeiten bietet die andere in deutschland nicht sehen vor allem billige produktion natürlich.
00:22:00: Aber warte mal kurz, ihr Kunden stammen und der Quelle-Katalog war auf dem deutschsprachigen Raum beschränkt.
00:22:06: oder ist das etwas Europa weltweites?
00:22:09: Also sie haben bei so vielen Sachen die Finger drin dass ich das gar nicht hundertprozentig sagen kann.
00:22:20: Grundsätzlich ja grundsätzlich ist es schon auf den deutsch sprachigen raum beschränk diese globalisierung nicht auf den Verkauf.
00:22:31: Sie haben allerdings dann sehr früh auch schon mit Ungarn zum Beispiel, also auch mit Ländern in denen der Kommunismus zu dem Zeitpunkt noch herrscht, Deals dass sie dort auch verkaufen können.
00:22:46: Also es gibt schon einzelne Länder auch wo auf eine andere Art verkauft wird?
00:22:51: ich glaube nicht.
00:22:52: das.
00:22:52: der Quellekatalog Das habe ich zumindest nirgendwo gelesen.
00:22:55: In verschiedenen Sprachen übersetzt wurde.
00:22:57: und dann woanders... Deutschland,
00:23:01: Österreich, Schweiz?
00:23:02: Ja!
00:23:06: Aber eben da hinzugehen und auf die Produktion bereits Einfluss zu nehmen das ist was Neues.
00:23:13: man kann dort natürlich Sachen kaufen billig kaufen aber sie wollen auch eine gewisse Qualität und deswegen muss man vor Ort sein um mit den Leuten dort verhandeln.
00:23:21: Und Sie isst eine sehr gute Verhandlerin.
00:23:26: Sie ist auch eine sehr gute Bewerterin von Qualität.
00:23:30: Gerade was Stoffe angeht, also Kleidung ist ihr großes Steckenpferd.
00:23:37: Globalisierung?
00:23:38: Die Skalierung!
00:23:40: Man hört dieses Wort gerne mal bei die Höhle der Löwen oder sowas heutzutage.
00:23:44: Wenn etwas skalierbar ist dann kannst du es unendlich vergrößern und damit unendliche mehr Kohle machen.
00:23:51: Darum geht es in der Wirtschaft heutzutage mit einem Start-up oder sowas, das Kleinen anfängt.
00:23:56: Du willst nicht in einer Nische gefangen bleiben wo du so oder so nur wenige Menschen hast die das Zeug kaufen werden und dass ist natürlich die maximalste Skalierung die du dir vorstellen kannst.
00:24:10: Die Quelle fängt an damit unheimlich günstig zu verkaufen Mit kleinsten Gewinnmargen Wo ein halber Pfennig schon manchmal einen halber pfennig is ... um das in einem Ausmaß dann zu machen, wo plötzlich wieder sehr viel dabei rumkommt.
00:24:29: Selbst wenn pro Einzelnen Ding der Spruch, der ihr zugeschrieben wird ist... Der Pfennig is die Seele der Milliarde.
00:24:37: Er haut dich vom Hocker oder?
00:24:39: Den muss ich kurz wirken lassen ja.
00:24:42: Also es
00:24:44: erinnert mich an Dagobert Duck irgendwie.
00:24:46: Ja und es ist fast schon Kapitalismus.
00:24:51: poesi Die Seele Ja, auch wegweisend.
00:24:59: Mein letzter Punkt ist die Information und der Wert der Informationen.
00:25:05: es geht immer um Adressen.
00:25:07: So wie heutzutage jede Firma gerne wissen will.
00:25:11: Lied
00:25:11: im Sellsprech!
00:25:13: Danke was sind die Kunden?
00:25:15: Was machen die Kunden?
00:25:16: Wie können wir den Kunden nicht nur ein sondern mehrere Produkte andrehen?
00:25:20: und darum geht's auch immer bei der Quelle.
00:25:23: Die Informationen ... sind Geld wert.
00:25:25: Auch das Kapieren die beiden, dass ihr ein paar Schickedans sehr schnell.
00:25:30: Das ist so Corellos Hot Take hören.
00:25:32: Na selbstverständlich!
00:25:33: Setzt
00:25:34: ja Zeitpunkt... Ja, das hoffe ich doch.
00:25:37: Wir hatten den Namen schon Queen Elizabeth.
00:25:39: Gretisch-Schickedance ist die Queen Elizabeth von Franken.
00:25:43: Da gibt es Parallelen.
00:25:46: Die Kleidung?
00:25:48: Die Kleiddung definitiv.
00:25:49: Was Gebaren?
00:25:52: Dieser Arbeitseifer gleichzeitig diese No Nonsense?
00:26:00: Es gibt Vorstellungen von Moral und Anstand.
00:26:04: Die werden eingehalten, da schlägt keiner über die Strenge.
00:26:08: Die Familie wird beieinander gehalten.
00:26:11: Das wird so gemacht wie es sich gehört.
00:26:14: Ich sage das mit einem ironischen Unterton aber auch mit Respekt
00:26:19: für diejenigen Hörer und Höreren da draußen, sie
00:26:22: uns nicht
00:26:22: als Videopodcast verfolgen.
00:26:24: Man sieht ein leicht verschmitztes Lächeln auf Thomas Korrells
00:26:27: Gesicht.".
00:26:30: Ja weil das natürlich zu einer gewissen Verknöcherung führen kann.
00:26:34: und naja ja wenn man auch die Queen sich ansieht.
00:26:42: es ist zum Beispiel auch so Wenn die Röcke zu kurz sind dann gibt's Beschwerden Und wir wollen keine Beschwerde.
00:26:50: also gibts im Quellekatalog keine zu kurzen Röcke.
00:26:53: Es gibt vielleicht mal kurze Röcke, aber nicht zu kurze.
00:26:56: Es wird keinen Schweinkram verkauft.
00:26:59: Das gibt es nicht unter gräte Schickedanz.
00:27:02: Aber wie gesagt auch Parallele zur Queen ist dieses Arbeitsethos, dieses Wahnsinnige sich selbst vernachlässigen.
00:27:15: um nach vorne zu kommen.
00:27:17: Richard von Weizecker sagt bei der Trauerfeier zu ihrem Tod Sie forderte viel, doch stets am meisten von sich selbst.
00:27:26: In welchem Jahr sind wir da?
00:27:26: —
00:27:27: Ninzehn vierundneunzig ist sie gestorben.
00:27:30: Woher kommt diese Stringe und diese Disziplin?
00:27:36: Damit sind wir beim zweiten Teil und lassen mich den zweiten Teil beginnen mit einem Zitat.
00:27:42: Ich glaube nämlich ums vorwegzunehmen dass aus ihrer Herkunft aus armen Verhältnissen kommt und aus der Zeit natürlich des Weltkriegs.
00:27:52: das Wirtschaftswunder, beide Weltkriege wobei den ersten sie ist er neunzehn elf geboren erlebt als Kind.
00:28:06: Wir hatten ja nichts Zeit.
00:28:09: es ist glaube ich eine sehr typische Art und Weise Mentalität wie die Menschen damit umgegangen sind Jeder von uns an Inverwandtschaft oder Bekanntschaft ältere Menschen, die in dieser Zeit die Ärmel hochgekrempelt haben und was gemacht haben aus den Trümmern.
00:28:32: Ohne jetzt drauf zu achten sich dabei nicht zu überarbeiten oder so etwas.
00:28:36: Oft ist das ja auch etwas, was gegen die Jugend diskutiert wird immer und immer wieder eine Generation in Dingen, dass man die Diskussionen gab es als ich jung war und die gibt's immer noch fehlt der Jugend der Arbeitseifer Dazu später mehr.
00:28:52: Grüße an die Lifestyle-Teilzeit!
00:28:56: Lifestyle, Teilzeitler wie ich haben nicht dieses Arbeitsgehen und guck mich jetzt nicht böse an.
00:29:09: Ich habe später noch ein super Zitat von Kritische Gedanns in Richtung
00:29:15: der Lifestyle
00:29:16: Teilzeit.
00:29:19: Der zweite Teil Dieses Podcast hat hiermit offiziell begonnen und er steht unter der Überschrift Achtung.
00:29:25: Es ist ein Zitat von Honoré de Balzac, dass Mario Puzzo seinem Roman der Pate, wo es um den Mafia Boston Koalione geht voran stellt.
00:29:40: das Zitat lautet hinter jeden großen Vermögen steht ein Verbrechen.
00:29:48: Danke für den Trommelwirbel.
00:29:50: Genau den wollte ich haben und ich möchte das ausdrücklich mit einem Fragezeichen versehen, wir müssen natürlich über die Zeit des Nationalsozialismus reden Wir wollen aber hier keine Vorverurteilungen machen.
00:30:05: zunächst mal biografisches.
00:30:14: In armen Verhältnissen.
00:30:15: Der Vater ist Flaschner-Gehilfe, ein Flaschener ist ... Heute sagt man Klempner.
00:30:22: Das hat aber damals also einen Blecharbeiter.
00:30:25: Es geht auch um Dachrinnen und so was, aber auch eben um Kanalisationen, um Abwasserrohre.
00:30:30: Ein Gehilfe.
00:30:31: Also es klingt wie's klingt.
00:30:34: Kein besonders prestigeträchtiger oder Geldmachender Beruf.
00:30:39: Sie bettelt als Kind bei den Bauern der Umgebung.
00:30:45: Umgebung führt.
00:30:46: Und sie noch
00:30:47: mal zu verordnen, du hattest ... Zu Verortenschuldigung!
00:30:49: Du hattet
00:30:50: den
00:30:51: Geburtsort nicht genannt aber.
00:30:52: Sie sind viert geboren.
00:30:54: Sie sagt... Noch einmal Grüße nach Dambach.
00:30:57: Die Dambacher Bauern seien damals die geizigsten gewesen.
00:31:01: Ich lass das nunmal so stehen.
00:31:05: Das ist hundert Jahre her.
00:31:06: Ich werde hier nicht die Dambacher Bauern verurteilen, das hat kritische Gedanze getan.
00:31:10: Aber sollten wir natürlich Hörerinnen und Hörers aus Dambach
00:31:13: haben?
00:31:16: Die sich
00:31:17: daran erinnern oder einen Urteil dazu vermögen abzugeben, dann schreibt uns an podcastadvmp.de
00:31:24: Sind die
00:31:24: dambacher Bauer die geilzigsten!
00:31:27: Da muss man mal einen eigenen Podcast drüber machen, glaube ich.
00:31:30: Das ist gut dass wir bei dem moment auch gleich nochmal unsere emailadresse genannt haben denn ja wir freuen uns immer darüber wenn posträumt anregungen kritik was auch immer.
00:31:42: sie Muss irgendwas tun.
00:31:45: sie war wohl gut in der schule heißt es und wäre gern Kindergärtnerin geworden, aber dazu hätte sie eine höhere Ausbildung machen müssen.
00:31:53: Dazu reicht es nicht.
00:31:55: mit fünfzehn Jahren wird sie Lehrmädchen bei Quelle.
00:31:59: Die Quelle ist damals gerade gegründet dort wo.
00:32:04: Zunächst hat er Gustav Schickedans in der Moststraße angefangen.
00:32:10: die sind dann dort wo die Vorderfreiheit jetzt ist diese gerade geGründete Quelle Und hier passt das Zitat, als sie fünfzehn ist und bei dieser Firma anfängt.
00:32:21: Da hat die Firma verkauft Kurzwaren also auch Stoffe und Kleinzeug wenn man so will und zwar an Einzelhändler die dann wiederum durch übers Land ziehen und dort ihre Sachen verkaufen.
00:32:35: und Gustav Schickedans hat schon eine Art Katalog aber es ist noch nicht das was es später sein wird.
00:32:43: zur Frage der Arbeit Das schreiben wir uns jetzt beide hinter die Ohren, sagt Greta Schickedanz über ... was ist das?
00:32:50: ... zwanziger Jahre.
00:32:51: Die Arbeit begann um sieben und endete oft erst abends um neun zehn.
00:32:57: Da hat keine Gewerkschaft gefragt ob das auch erlaubt sei.
00:33:00: da hieß es kriegst du da Brot und bleibst da.
00:33:05: Kostan Lusci immerhin.
00:33:07: Immerhin in den Abendessen bekommen ja.
00:33:09: Abbrot!
00:33:09: Ähm... Ja naja Wir lächeln drüber, aber natürlich sind Firmen groß geworden.
00:33:18: Weil sich Leute so reingehängt haben und für ein Lehrmädchen ... Lehrjahre ist keine Herren-Jahre, sagt man immer gerne.
00:33:26: Komm mal zum Boomer-Podcast, das verlassen
00:33:28: wir nicht mehr.
00:33:29: Genau!
00:33:31: Mit dem Spruch begrüße ich unsere Volontäre immer.
00:33:35: Kannst du dazu sagen, dass ich auch hier ironisch gegrinst habe?
00:33:39: Thomas Corell hat ironisch gegrenzt.
00:33:41: Danke Gustav Schickedans hat diesen Versandhandel nicht erfunden in den... ... im neunzehnten Jahrhundert machen das schon Firmen, in den USA.
00:33:52: Er hat aber die Bedeutung erkannt und so wächst dieses Geschäft.
00:33:59: ein paar persönliche Sachen.
00:34:02: Es kommt zu einem Schicksalsschlag nämlich... ...Ninzenhundernundzwanzig Ein Autounfall wo Gustav schickedanns mit dem Auto verun Falt und seine halbe Familie dabei stirbt, nämlich seine Frau Anna also seine erste Frau Sein Sohn Leo und sein Vater Leonhardt sterben alle drei bei diesem Unfall.
00:34:26: seine seine Tochter Luise überlebt und er überlebtschwer verletzt
00:34:33: Das heißt er ist Witwa.
00:34:34: Und er ist logischerweise auch älter als
00:34:37: es Witt war erst achtzehn Jahre älte als Grete gretelachner.
00:34:43: noch nimmt sich der Tochter Luise an, hilft dann auch im Haushalt von Gustav Schickidanz mit und wird nach und nach seine wichtigste Mitarbeiterin.
00:34:56: Und da entwickelt sich eine persönliche Beziehung.
00:34:59: Also schon ab einigund dreißig muss es gefunkt haben zwischen den beiden, nineteenhundertzweiundvierzig während des Zweiten Weltkriegs heiraten die beiden...
00:35:09: Ist aber noch ne lange Zeit dazwischen?
00:35:11: Stimmt ja!
00:35:12: Gut vielleicht war nicht so viel Zeit zum Heiraten.
00:35:16: Wobei, warum dann im Krieg?
00:35:18: Oder vielleicht auch Trauer oder ... Ja
00:35:21: kann ich ja auch nicht sagen aber es stimmt.
00:35:24: Da wird die Tochter Martin Lähnen geboren mit einem Krieg in dem Bunker einer Klinik.
00:35:33: Wir müssen über DNS-Zeit reden und eine Frage, die wir uns gerne mal stellen sind wir sicher das?
00:35:40: Entweder sicher dass die Schickedansens Keine Nazis waren, muss man es auf den Punkt zu bringen.
00:35:46: Die Antwort ist nein!
00:35:48: Wir sind ganz und gar nicht sicher.
00:35:51: Zunächst zu Grete.
00:35:54: Sie ist ... ... als die Nationalsozialisten die Macht übernehmen.
00:36:06: Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie jemals NSDAP Mitglied ist?
00:36:10: Ich denke das wäre ausgebuddelt worden irgendwann... Also ich gehe davon aus, dass sie nicht NSDAP-Mitglied war und es gibt wenig Informationen was sie während der Nazizeit gemacht oder nicht gemacht hat.
00:36:23: Allerdings ist sie natürlich an der Seite von Gustav Schickedanz.
00:36:26: In welcher Rolle?
00:36:27: ab wann übernimmt sie mehr Verantwortung?
00:36:30: In der Firma schon zu dem Zeitpunkt?
00:36:32: also wie gesagt Sie wird zu seiner wichtigsten Mitarbeiterin.
00:36:38: Ich komme gleich noch zu einem interessanten Punkt, der auch zeigt, dass sie involviert war in einige Dinge.
00:36:45: Aber natürlich können wir über Gustav Schikke-Danz reden.
00:36:48: Der trittsweiunddreißig schon in die NSDAP ein und er expandiert fleißig in der Nazizeit auf Kosten von jüdischen Unternehmern – die sogenannte Arisierung von jüdischen Unternehmen findet statt.
00:37:09: Das heißt die Nazis bedrohen diese Unternehmer, sie drohen mit Konsequenzen wenn die ihre Firmen nicht verkaufen bis hin zu KZ versuchen dafür zu sorgen dass die Wirtschaft sozusagen das es keine jüdische Firmen mehr gibt.
00:37:31: Das ist natürlich ein
00:37:33: Prozess, der über mehrere Jahre geht.
00:37:35: Und der besonders ekelhaft und bestialisch in Franken von Julius Streicher, dem Gauleiter durchgeführt wird... ...und den Gustav Schicke dann reichlich ausnutzt.
00:37:49: Also es wurde nach dem Krieg geschätzt das von den neunkommadrei Millionen an Besitztümern die er hat.
00:37:55: Neunkomma drei Millionen
00:37:58: Mark Reichsmark
00:38:01: D-Mark dann, ne Reichsmark müssen es da noch gewesen sein.
00:38:05: Sieben Millionen, also ein großer Teil aus ursprünglich jüdischem Besitz stammt.
00:38:10: Er zahlt schon für diese Firmen, er leistet auch nochmal Zahlungen nach dem Krieg dann.
00:38:23: Das kommt
00:38:24: zu einem Prozess, genau, da können wir gleich noch darüber reden.
00:38:28: Man kann davon ausgehen, dass diese Firmen wahrscheinlich nicht verkauft worden wären.
00:38:36: Weil dann ist keine jüdischen Eigentümer gewesen.
00:38:39: und zweitens das die Preise eher niedrig angesetzt waren.
00:38:43: Es sind zum Beispiel die Vereinigten Papierwerke der Gebrüder Rosenfelder, die dann aus Deutschland fliehen, die die Temprotaschentür herstellen oder erfunden haben Die Taschentücher.
00:38:56: Nürnberg, was vielleicht
00:38:57: manche auch nicht.
00:38:58: Genau!
00:38:59: Oder die Camelia Binden.
00:39:02: Damenbinden.
00:39:03: Die Camelia Juden werden sie verunglimpft.
00:39:08: Es ist außerdem eine Brauerei dabei, eine Kleidungsfirma.
00:39:11: Also er expandiert fleißig.
00:39:14: Er ist da auf jeden Fall schon mal ein Opportunist Das kann man schonmal sagen Ein Gewinnler der Zeitläufe.
00:39:28: Es ist danach dem Krieg, wie wir wissen wurden Prozesse geführt und auch er hat erst mal Berufsverbot.
00:39:38: Und dann wird drüber entschieden was er war.
00:39:42: Er wird als Mitläufer deklariert und darf neunundvierzig wieder arbeiten.
00:39:48: Lange Zeit wurde dazu nicht viel geforscht oder getan.
00:39:52: in dieser in diese Spruchkammer entscheidet, dass er sogar Gegner der Nationalsozialisten gewesen sei.
00:39:59: Es gibt jetzt Forschungen.
00:40:00: einmal Gregor Schölgen, der Erlanger Historiker hat im Auftrag von Madeleine Schickidanz eine Biografie von Gustav Schickiddanz geschrieben die sehr freundlich mit ihm umgeht, sag ich mal.
00:40:14: Er sei Gegner einer Nationalsocialistin gewesen.
00:40:17: es gibt entgegenlaufende Forschung unter anderem von Eckhard Dietz Felbinger, der lange beim Doku-Zentrum Reichsparteitagsgelände geforscht hat und gearbeitet hat.
00:40:31: Der sich diese Akten von dieser Spruchkammer angeschaut hat.
00:40:36: Man muss dazu die Zeit sehen – der Kontext der Zeit!
00:40:42: Die Amerikaner, die Westmächte wollten das es weitergeht, dass es wieder aufwärts geht mit Deutschland, mit Westdeutschland.
00:40:49: insbesondere Russland war jetzt der Gegner.
00:40:53: Es sollte wieder loslaufen, Deutschland sollte ein starker Partner werden und es hatte keiner mehr Interesse daran im Gegensatz zum ersten Hauptkriegsverbrecherprozess, der ja in Nürnberg stattgefunden hat diese Verurteilungen voranzutreiben.
00:41:08: Er muss weitergehen.
00:41:10: wir wollen die Wirtschaft wieder aufbauen.
00:41:12: Die sogenannten Mitläuferfabriken sind diese Spruchkammern auch genannt worden also die fabrizieren mitläufe.
00:41:20: Da war jetzt aber ein kleiner Widerspruch für mich.
00:41:22: Also die Spruchkammer, die in Nürnundvierzig über seinen Mitläufertum entscheidet, urteilt und bewertet ihn als Mitläufer.
00:41:32: Du hast aber gleichzeitig gesagt, dass die Biografie, die im Auftrag der Familie Schickidanze oder beziehungsweise der Tochter verfasst wurde, ihn entlastet?
00:41:46: Äh...mitläufert zu sein ist quasi eine Entlastung!
00:41:49: Okay also er wird als Mitläufer eingestuft, im Text aber tatsächlich als Gegner bezeichnet.
00:42:00: Es gibt natürlich wichtige Menschen aus Viert und so weiter die für ihn einstehen.
00:42:05: das ist oft auch damals der Fall gewesen bei herausgehobenen Persönlichkeiten zum Beispiel eben in der Wirtschaft dass Menschen sagen nein also er war sauber usw.
00:42:15: Dietz Felbinger bezeichnete ihn auch als kein strammen Parteisoldaten Aber er bezeichnet ihn als Günstling der Gauleitung.
00:42:24: Und er
00:42:24: hat auch definitiv profitiert, ja.
00:42:26: Er hat definitiv profitiert.
00:42:28: Es ist wohl schon so gewesen, dass er zur Not mal mit einem Anruf bei der Gaulleitung gedroht hat.
00:42:35: in Verhandlungen und das ist für mich ein entscheidender Punkt.
00:42:39: da kommt auch Grete wieder ins Spiel.
00:42:42: Er hatte dreiundvierzig und vierunvierzzig fast sein gesamtes Vermögen an Grete und andere Familienmitglieder Ich glaube, seine Schwester vor allem überschrieben.
00:42:56: Sorry aber da erkenne ich ein schlechtes Gewissen.
00:42:59: Wenn alles sauber war muss sich dann mein Vermögen jemand anders überschreiben und es sozusagen dem Zugriff derer entziehen die gerade dabei sind den Krieg zu gewinnen?
00:43:11: Also für mich ist das so ein Punkt, wo ich da bin.
00:43:13: Ich drüber gestolpert und da habe ich mir auch gedacht naja also Grete wir befinden uns Ende Ende des Zweiten Weltkriegs ist sie über dreißig Und ihr Mann überschreibt ihr Vermögenswerte.
00:43:27: Sie muss schon auch kapiert haben dass es hier drum geht Ich sag mal Gewinne zu sichern die auf eine zumindest fragwürdige Art zustande gekommen sind
00:43:40: Entnazifizierungsverfahren nach dem Zweiten Weltkrieg und die Grundlagen des Wirtschaftswunders.
00:43:45: Ich glaube, da könnte man noch einen ganzen Podcast damit füllen.
00:43:49: Schwieriges Thema soll eben nicht heißen dass die beiden ideologische Nazis waren.
00:44:00: aber im Nachhinein waren viele keine ideologischen Nazis das Gustav Schickedanz sehr opportunistisch die Zeiten genutzt hat und ein, wie gesagt, Günstling der Gaulleitung der Nationalsozialisten war.
00:44:21: Auch in der Quelle heißt es dann nur arische Produkte usw.
00:44:26: Also ich finde von Widerstand kann man hier zumindest nicht reden.
00:44:29: Definitiv!
00:44:31: Wie geht's weiter?
00:44:31: Genau
00:44:32: nach
00:44:32: dem Krieg
00:44:33: Und hier ist rückt Wiedergräte in den Mittelpunkt.
00:44:37: Schickedance Gustav Schickeadanz Berufsverbot.
00:44:41: Sie baut in Hersbruck, wo die beiden jetzt mittlerweile wohnen.
00:44:45: wegen der Bombenangriffe auf viert sind sie nach Hersbruk gegangen.
00:44:49: dort baut sie ein Laden das Lädle in Hersburg auf.
00:44:53: Die waren aus der Zeit vorher wahrscheinlich größeres gewohnt.
00:44:57: deswegen ist der Laden nur eine Lädle.
00:45:00: Sie hält auch den Kontakt zu den Herstellern.
00:45:02: Das ist ganz wichtig, um dann wieder loslegen zu können ...
00:45:05: Weil zu dieser Zeit existiert das Unternehmen in der vorherigen Form nicht mehr?
00:45:08: Die Quelle existieren nicht!
00:45:10: Ja.
00:45:12: Die beginnt wieder zu existieren, neunzehnhundertneunundvierzig.
00:45:15: Sie gründen
00:45:15: quasi neu.
00:45:16: Als Schickidanz so zangeleutert wird im Anführungszeichen und ab da geht's steil bergauf zur Quelle noch als hätte ich vielleicht vorhin schon sagen sollen, der Namequelle kommt daher ... Danke!
00:45:30: Ich wollte schon die ganze Zeit fragen.
00:45:32: Aber jetzt ist der Moment.
00:45:33: Der Namequelle kommen daher dass ähm... Die Kunden, die Entkunden zur Quelle geführt werden sollen nämlich da wo die Sachen herkommen zu Fabrik zum Hersteller weil es dort natürlich die Waren billiger zu haben gibt als bei Einzelhändlern und Zwischenhändler.
00:45:50: Natürlich ist die Quelle schon ein Zwischenhindler aber eben für alles
00:45:56: So einfach wie genial.
00:45:58: So einfach, wie genial muss man sagen.
00:46:00: ja so ist es Genau ab da geht steil berg auf.
00:46:05: und was dieses ding dann Auf dem höhe punkt ist darüber haben wir schon ausgiebig gesprochen.
00:46:13: Wir können noch kurz die letzten jahre von von kritische gedanz erwähnen nämlich fourneinzig ist sie gestorben das hatten wir erwähnt.
00:46:24: sie hatte Und dann war sie immer noch beteiligt bei großen Entscheidungen, aber hat sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
00:46:35: Und auch aus dem Unternehmen?
00:46:37: Sie war offiziell schon länger nicht mehr die Chefin des Unternehmens, aber wurde immer gefragt.
00:46:42: Natürlich!
00:46:43: Es ging nicht ohne sie.
00:46:46: Sie hatte Alzheimer in den letzten Jahren und da hat sie sich wirklich zurückgezogen logischerweise.
00:46:51: Ich sehe so eine ... Uli Hönesche Figur,
00:46:57: die
00:46:57: vielleicht offiziell keine Position mehr hat.
00:47:01: Wobei er ist ja immer noch Präsident des FC Bayern München.
00:47:04: Aber im Hintergrund natürlich bei jeder Entscheidung noch
00:47:08: gefragt
00:47:08: wird.
00:47:08: Ich denke so kann man das auf jeden Fall sagen.
00:47:12: Wie gesagt auch offiziell ist sie als Frau diejenige, die diese Firma weiterführt nachdem ihr Mann Gustav in den Jahr und neunzehntinundsebzig stirbt.
00:47:26: Noch kurz aufzuzählen.
00:47:28: Kritische Gedanst ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse, des großen Bundesverdienskreuze mit Stern- und Schulterband der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste, des bayerischen Verdienstordens – und sie ist Ehrenbürgerin von Fürth & Hersbrook.
00:47:45: Das sind die Auszeichnungen, die sie alle bekommen hat, was sich natürlich sehr beeindruckend liest Aber unsere Bewertung steht ja noch aus.
00:47:53: Trotzdem erst mal der Prolog sozusagen, das Ende der Quelle?
00:47:57: Oder hast du noch eine Frage zuvor?
00:47:58: Natürlich habe ich jetzt eine Frage und zwar... Du deutest es schon an aber warum bestellen wir heute nicht mehr bei Quelle sondern bei Amazon?
00:48:09: Also ist es so dass in den achtziger Jahren schon erste Probleme auftreten die dann aber erstmal wieder gelöst werden.
00:48:15: da bricht der Umsatz ein bisschen ein geht dann aber weiter nach oben.
00:48:21: Eine Achilles-Ferse des Unternehmens werden zunehmend die Kaufhäuser, also die Quelle betreibt.
00:48:30: ich glaube am Ende dreißig oder vierzig Kaufhäusern in ganz Deutschland.
00:48:35: Die gehören der Quelle und Kaufhörser im Zuge auch Innenstadt, Pflaute usw.
00:48:43: sind werden dann zunehnend unprofitabler.
00:48:50: Die Familie, also Tochter Madeleine zieht sich dann zunehmend raus aus dem ... Sie war eigentlich nie drin.
00:48:58: Sie wird nicht die Nachfolgerin von kritische Gedanse.
00:49:01: Hatten sie nur eine Tochter?
00:49:02: Mhm.
00:49:04: Sie hatten nur eine tochter, die auch immer wieder als die Erbin sozusagen in den Schlagzeilen ist, die aber ab einem bestimmten Zeitpunkt mit den Entscheidungen des Unternehmens nichts mehr zu tun hat.
00:49:18: Vorher war das ... streng in familienhand.
00:49:21: man kann jetzt drüber diskutieren.
00:49:23: es ist besser wenn so ein unternehmen in familie hand bleibt.
00:49:26: in den achtziger jahren wurde das kritisiert.
00:49:28: wenn man vom ende her denkt dann haben die top manager die dann übernommen haben dass auch nicht wirklich auf die reihe gekriegt.
00:49:37: gretel schicke danz erlebt diesen niedergang nicht mehr der dann naja sicher auch oft des internet zurückzuführen ist.
00:49:46: die quelle verschläft es ein bisschen wie so viele Firmen.
00:49:50: Die Quelle hätte, wenn man so will, eben Amazon werden können.
00:49:55: Hätte man früh genug verstanden was hier passiert?
00:49:59: Das ist jetzt aber schon weit hergeholt von mir.
00:50:01: natürlich kann man nicht sagen das hätten die checken müssen oder sowas.
00:50:11: Weißt du wann die Umsatzzahlen einbrechen und sinken?
00:50:15: sind wir da als Ende der neunziger?
00:50:16: Das Ding
00:50:17: ist, der
00:50:17: Umsatz bleibt
00:50:18: hoch!
00:50:18: Der Umsatz ist immer Die Gewinne sind dann das Problem.
00:50:22: Aber wir sind Ende der Nullerjahre eigentlich erst, an dem Punkt wo es so richtig einbricht ... Diese Pleite kommt so ein bisschen aus dem Nichts.
00:50:31: Ende
00:50:31: der nullen Jahre?
00:50:32: Ja!
00:50:35: Es ist die Tochter.
00:50:37: Madeleine Schickidanz hält noch die Aktien oder viele Aktien und wird als immer wieder in den Listen der Reichsten Deutschen geführt.
00:50:53: Mit dem Verfall dieser Aktie und mit dem Untergang dieses Unternehmens, verliert auch sie einen großen Teil ihres Vermögens.
00:51:05: Weil diese Aktien eben plötzlich an Wert verlieren.
00:51:08: Eigentlich ist dieses Unternehmen immer noch ein Gigant.
00:51:13: Die haben die Norisbank zum Beispiel... Kredite.
00:51:17: ursprünglich gegründet wurde, um Krediten an Käufer zu vergeben.
00:51:21: Es werden immer wieder so Filetsstückchen rausgenommen.
00:51:26: Es wurde so interpretiert, dass die Manager und die Familie sich Vermögenswerte versucht haben aus der Firma herauszuziehen statt in die Zukunft zu investieren.
00:51:36: Ich habe nicht so tief da rein recherchiert.
00:51:39: Wir sind ja jetzt schon nach dem Tod von gretische Gedanze über die wir eigentlich reden ...
00:51:45: Es sind sicherlich vielleicht auch Auswirkungen in der Dotcom-Blase.
00:51:50: Da gingen sehr vielen deutschen
00:51:52: vermeintlichen
00:51:52: Giganten, Bertelsmann
00:51:53: usw.,
00:51:54: sehr schlecht nachdem dieser erste Internethype platzt und viele Unternehmen das verschlafen.
00:52:01: Ich könnte mir vorstellen ... dass die Quelle da mit dazugehören.
00:52:06: Als
00:52:07: Name kann man Thomas Middelhoff nennen, der sozusagen der letzte starke Mann ist bei der Quelle Und den Namen zum Beispiel in Akandor ändert.
00:52:19: Primondo heißt dann die Internetplattform, glaube ich?
00:52:25: Ach wie auch immer!
00:52:26: Also die Namen legen mich nicht fest drauf.
00:52:28: Es wird sozusagen die Marke auch aufgegeben.
00:52:31: Quelle ist ja die Marque auch an sich.
00:52:35: Das wurde kritisiert.
00:52:36: dieser Mittelhof Fliegt auch gern mal mit dem Hubschrauber dann von Bielefeld nach Essen zum Firmensitz, weil er nicht im Stau stehen will.
00:52:46: Er wird später verurteilt.
00:52:48: Veruntreuung ... Untreue Steuerhinterziehungen.
00:52:53: Das hat alles auch mit dieser Firma und passiert in dieser Firma.
00:52:57: also es gibt offensichtlich Leute auch die sich bereichern an dieser Firma.
00:53:03: Die letzte ... In den Jahr
00:53:04: zwei Tausend Neun ist die Pleite.
00:53:06: und die letzte Ironie der Quelle Die Namensrechte sind jetzt bei der Auto Group.
00:53:13: Der große Konkurrent von vorher, von früher betreibt jetzt immer noch eine Webseite.
00:53:20: die Quelle heißt Es ist lang nicht mehr das was es mal war.
00:53:26: Vielleicht können jüngere Leute sogar gar nichts mehr anfangen mit dem Namen.
00:53:30: Quelle Kann ich mir vorstellen.
00:53:31: Eigentlich
00:53:32: erstaunlich.
00:53:32: denn also selbst in diesen großen Insolvenzen die Marken und Namenrechte werden ja immer weitergeführt und dann wird halt unter einem anderen, nein nicht unter einen anderen Gewand, sondern unter selben Gewand aber in einer anderen Firma.
00:53:46: Dann eben vielleicht versucht zumindest über die Marke das gleiche hier ist ja bei Heike jeder Fall oder anderen fränkischen Industriegeganten, die man das zeitliche gesegnet haben.
00:53:56: Zumindest die Marcke fortgeführt.
00:53:57: Aber dass es gar
00:53:58: nicht so passiert.
00:53:59: Also die Marque gibt's noch?
00:54:01: Ja, eigentlich ist nichts sehr präsent also
00:54:04: eigentlich
00:54:04: spannend.
00:54:05: Wer weiß, vielleicht kommt im Zuge der Retourisierung demnächst.
00:54:11: Quelle als Marke zurück.
00:54:13: Könnte schon funktionieren?
00:54:16: Es ist sicherlich im kollektiven Gedächtnis noch sehr verankert.
00:54:19: ja also das ist sicherlicher Grund warum auch Otto diese Marke dann übernommen hat weil sie sich davon vielleicht noch was versprochen haben.
00:54:27: Ich kann jetzt persönlich sagen ich kann damit nicht mehr wirklich etwas an.
00:54:30: Also
00:54:31: die SG-Quelle führt
00:54:33: Stimmt aber auf der Webseite war ich nie.
00:54:36: Lass uns, bevor wir zum Urteil schreiten, noch ein kleines Gimmick unserer Show.
00:54:46: Celebrieren.
00:54:47: die Frage an dich bitte würdest du gerne einen Bier trinken gehen mit gritisch Schickidanz?
00:54:53: Nein!
00:54:55: Diesmal sind wir uns einig.
00:54:58: Ich mag Holz verteffelte Hinterräume mit Kronleuchtern, die ich vorhin schon angesprochen habe und ich mag auch das ganze BRD Noir, dass du Eingangs so schön beschrieben hast.
00:55:09: Aber ich glaube das hier eine sehr strenge, wenn gleich auch soziale Frau war und ich könnte mir vorstellen, dass das Ganze ein sehr trockenes Gespräch sein könnte.
00:55:24: deshalb...
00:55:26: Ich dachte mir das auch als ich überlegt habe ob ich gerne mit ihren Bier trinken ... man will ja erst mal sagen Ja klar wäre doch super interessant!
00:55:35: Erstens über Politik reden, über die Nazi-Zeit.
00:55:41: Ich glaube nicht, dass man irgendwas aus ihr rauskriegen würde.
00:55:45: Dann wäre sie vielleicht eh schon verstimmt?
00:55:47: Sie wäre auch verstimmt wahrscheinlich weil das Bier zu teuer wäre.
00:55:51: Sie wäre ja auch verstimmt, weil in der Kneipe, in der ich rumhängen würde mit ihr ... Die Einrichtung...
00:56:01: Vielleicht
00:56:02: leicht schmuddelig und es wäre was für sie schon mal ... gar nicht ginge.
00:56:07: Ja, also
00:56:08: dass man sich mit ihr jetzt nicht im Gostenhof nach Dorfschulzen trifft?
00:56:12: Ich glaube
00:56:13: ja.
00:56:14: Aber das sind doch die Orte wo man Bier trinkt.
00:56:18: ich würde jetzt kein... Na gut!
00:56:21: Könnte mir vorstellen dann vielleicht einen Apparol Spritz mit ihr am Swimming Pool in Dambach zu trinken.
00:56:30: Das wäre dann vielleicht das richtige Ambiente.
00:56:37: ob da so viel dabei rumkommen würde.
00:56:40: Das Einzige,
00:56:41: was mich wirklich interessieren würde ist ich habe ein Fable für Unternehmertum und ihre Leitsätze.
00:56:50: zu lernen und nochmal zu lernen wie das mit der Skalierbarkeit funktioniert und was ihre unternehmerischen Geheimnisse sind, das wäre denke schon
00:57:00: spannend.
00:57:00: Auf jeden Fall!
00:57:01: Und sag
00:57:01: noch mal das Zitat?
00:57:02: Der
00:57:05: Pfennig is die Seele der Milliarde.
00:57:08: Genau so hat sie es gesagt.
00:57:10: Und das kommt von jemand, der tatsächlich halt Milliarden gemacht hat.
00:57:15: Er kann das schon von sich sagen.
00:57:17: Das ist natürlich schon eine andere Welt in die wir beide keine allzu tiefen Einblicke haben oder bekommen werden.
00:57:25: Deswegen wäre vielleicht das Interessante an dem Gespräch.
00:57:28: Ich glaube heutzutage, wer Sie vielleicht auch eine, die dann hibbelig wird und aufs Handy schauen muss um die Aktienkurse zu checken.
00:57:38: die Einkäuferpreise oder?
00:57:40: ich glaube sie konnte, wenn es ums Geschäft ging.
00:57:47: Konnte man sicherlich sehr offen?
00:57:49: Ich glaube Sie war jemand der ein offenes Wort immer geschätzt hat und der ist auch anderen nicht übel genommen hat, wenn sie ebenfalls offen waren Und sehr viel sicherlich auch sprechen, sehr viele Expertise da.
00:58:06: aber wenn's vom Geschäft weg geht...ich weiß es nicht.
00:58:10: Man hätte wahrscheinlich eher mit ihr wandern gehen können, als mit ihr Bier trinken.
00:58:15: Das Geschäft war Ihr Leben!
00:58:16: Lass uns zum Urteil kommen.
00:58:19: Fangen wir mal mit Einsatz an?
00:58:21: Ich würde mit Einsatz anfangen... Also wie hartnäckig ist jemand?
00:58:26: Was kann er alles ertragen?
00:58:29: Wie fleißig ist jemand und da sprechen wir natürlich jetzt über hohe Werte.
00:58:34: für mich also kritische Gedanzen aus der Armut gekommen unglaublichen Arbeitseifer, unglaublich hartnäckig in Verhandlungen.
00:58:45: Also knallhart muss man sagen das als Frau in der alten Bundesrepublik gegenüber Männergruppen, Männerklüngeln sich durchgesetzt und dieses Weltunternehmen geführt.
00:59:01: da gehört viel Einsatz dazu.
00:59:03: ich bin bei sieben oder sogar acht Punkt.
00:59:08: wir hatten Petra Kelly Hatten wir acht.
00:59:14: Und ich hab lang überlegt, ob ich sie auf die gleiche Stufe setze oder eins drunter?
00:59:21: Eins drunter!
00:59:22: Ich glaube ja... ...eins drunter ist.
00:59:25: Weil
00:59:26: die Frage der Bereicherung beziehungsweise nein Die Frage ist geklärt.
00:59:33: Sie bzw ihr Unternehmen haben sich bereichert
00:59:35: Dann sicher profitiert.
00:59:36: und deshalb ist es für mich
00:59:41: Ich meine, sie muss
00:59:42: das sicherlich
00:59:43: auch...
00:59:44: Eine niedrigere Punktzahl als bei Kelly.
00:59:46: Einiges ertragen in ihrer Zeit und so.
00:59:49: Und
00:59:50: wie gesagt die Rolle
00:59:51: der NS-Zeit ist von ihr zumindest nicht ganz... Oder aus Recht?
00:59:57: Sieben!
00:59:58: Genialität.
01:00:00: Ich bin bei er vorausschauend als genial, vielleicht sogar visionär.
01:00:05: Als Unternehmerin wobei man da natürlich ihren Mann auch immer nennen muss Gustav Schickedanz der das Ganze ins Rollen bringt.
01:00:14: ich finde dass da für Sportler für Künstler für Wissenschaftler über die wir schon geredet haben Genialität eine wichtigere Tugend ist als jetzt für Politiker oder eben Wirtschaftsbosse Da bin ich eher bei vier
01:00:31: Gehe ich mit.
01:00:31: Einige Dinge, wie gesagt ... das mit der Globalisierung und diesen Märkte des Versandzentrums.
01:00:40: Ich hab's ja vorhin einige Sachen aufgezählt.
01:00:42: Da gehört schon auch ein kleiner Schussgenialität rein sicherlich.
01:00:47: Auch dass sie den Geschmack der Deutschen prägt.
01:00:50: Sie nimmt einen Modedesigner mit in die Firma einen bekannten Österreicher heisst er.
01:00:55: Das ist dir wahrscheinlich kein Begriff mehr aber... Das sind alles so schon wegweisende Dinge.
01:01:03: Wir sind uns einig.
01:01:05: und zuletzt das Vermächtnis Die Quelle ist weg.
01:01:10: darüber haben wir geredet.
01:01:12: natürlich kennen Zumindest Menschen in meinem Alter diesen Namen noch.
01:01:18: viele der Ideen sind geblieben Und werden wenn man so will von von Amazon weitergeführt so der Gedanke Wir verkaufen nicht eine Sache, wir verkaufen alle Sachen.
01:01:31: Natürlich ist da keine direkte Linie zu erkennen in keinem Fall.
01:01:35: Was auch zu ihrem Vermächtnis, finde ich gehört sind die Zuwendungen, die Wohltätigkeit wo sie es sowohl in ihrer Firma also ihrem Reichwende so willst dafür gesorgt hat dass die Mitarbeiter sie gemocht und geliebt haben.
01:01:56: Jetzt heutzutage, dass eine große Firma Kindertagesstätten zum Beispiel anbietet.
01:02:00: Das gehört dazu.
01:02:01: damals hat es absolut nicht zwingend dazugehört, dass sie der Stadt führt ohne ohne Zweifel viel bedeutet bzw dort viel erreicht hat
01:02:14: und hinterlassen
01:02:15: hat.
01:02:16: Magst du mal anfangen
01:02:17: mit
01:02:17: Verreichtnis?
01:02:19: Drei Punkte für mich maximal finde
01:02:20: ich zu wenig.
01:02:22: Ich wäre ja bei sechs Punkten.
01:02:24: ihr Weltimperium ist weg
01:02:27: Klar.
01:02:28: Aber die Ideen leben weiter?
01:02:30: Du hast gerade selber gesagt, die direkte Linie ist nicht zu erkennen.
01:02:32: Jeff Bezos kannte, glaube ich, Greta Schicke dann's nicht.
01:02:34: Nein vermutlich nicht!
01:02:37: Ich
01:02:37: bin da sehr niedrig...
01:02:40: Ich habe eher wirklich die Ideien im Kopf, die weiterleben,
01:02:47: aber
01:02:48: Wegweißende Dinge, die sie getan haben.
01:02:50: Wir bieten ganz viel verschiedene ... wir sind ein Gemischtwahnladen für alles.
01:02:55: das gab es davor auch schon immer.
01:02:57: Ja, schon.
01:02:58: Aber sie war natürlich noch eine, die sehr weit getrieben hat.
01:03:02: Sie
01:03:02: haben es nicht geschafft ... das in die Neuzeit zu bringen.
01:03:05: gut.
01:03:06: Nicht ihre Schulden?
01:03:08: Ja, absolut.
01:03:09: Ähm, aber ja also...
01:03:12: Nicht mal, ähm, dass ist das... Das ist die Show-Revue Petty Code und Schicka Dance in Fert gegeben hat aus der Feder von Ewald Ahrens.
01:03:21: Mensch!
01:03:22: Na
01:03:24: dann, damit überzehre ich mich vielleicht auf vier
01:03:26: Punkte her.
01:03:27: Einigen.
01:03:27: Ich seh schon, du bist knallhart was das Vermächtnis der kritische Gedanse angeht.
01:03:32: Ja naja man kann natürlich höchstman könnte noch die Liegenschaften nennen aber gut Liegschaften also.
01:03:39: was passiert gerade mit der Quelle an der Vötterstraße?
01:03:41: wir werden sehen es soll ja wieder Leben einziehen.
01:03:44: Das ist
01:03:44: schon ja Burgerzentrum der erste Supermarkt ist drin.
01:03:47: Es sind schon paar Sachen genaues.
01:03:49: Es passiert dort wieder was...
01:03:50: Aber man hat immer noch das Gefühl ja dass es passiert Und das passiert auch nach, wie es ist.
01:03:55: Seherlich noch nicht abgeschlossen, genau.
01:03:58: Das Quell-Kollektiv im Heizhaus... Ja klar!
01:04:01: Wir sind hier jetzt auf dem regionalen Level und bloß weil jemand ein Haus gebaut hat, dass sie jetzt noch existiert.
01:04:08: also dann einigen wir uns auf vier.
01:04:10: immerhin habe ich dich auf vier hochgebracht.
01:04:13: Wie viel hat sie denn im Zuschauervoting bekommen?
01:04:15: Das musst du mir sagen.
01:04:18: Kann ich jetzt gerade
01:04:19: nicht.
01:04:19: Du bist der Meister des Zuschauer-Votings.
01:04:22: Ich glaube Sie war auf Platz sieben oder acht.
01:04:28: Wir liefern das einfach bei der nächsten Folge nach?
01:04:31: Nein,
01:04:31: bzw.,
01:04:32: wir können doch das schnell hier googeln!
01:04:36: Also ich halte fest, wir haben sieben Punkte für den Einsatz.
01:04:41: Wir haben vier für die Genialität und wir haben vier fürs Vermächtnis.
01:04:46: Das heißt, wir sind bei fünfzehn Punkten bisher.
01:04:52: Ja
01:04:53: Das wird nicht zum Sieg reichen.
01:04:56: Aber ich, um das vielleicht noch kurz anzuschneiden während du nachguckst wie viel Punkte sie aus dem Publikumsvoting zuhörer Voting bekommt Ich finde es hat sich sehr gelohnt mich mit ihr zu beschäftigen und beispielsweise die Gebrüder Dassler wären ja auch Kandidaten für die größten Franken aller Zeiten gewesen.
01:05:18: Das hätte ein bisschen den Haken gehabt, dass man Adolf Dasslar und Rudolf Dossler schwer auseinandernehmen kann und sagen einer von beiden war wichtiger, auch wenn Adidas vielleicht die größere Firma wurde.
01:05:28: und und und Adolf-Dassler mit den mit den Schuhen usw.
01:05:32: zur WM nur sie haben Schuhe verkauft und Schickedanz hat alles verkauft.
01:05:40: Die Dassla Brüder haben in den Siebzigern, als sie ihre jeweiligen Konzerne geleitet haben.
01:05:47: Nicht annähernd so viel Geld umgesetzt wie kritische Gedanst und da finde ich die schiere Größe macht das schon einen Unterschied.
01:05:56: und Ja wenn man über Vermechtnis redet natürlich ist Adidas eine Weltfirma Puma eine Welt firma Und man kommt an diesen marken nicht vorbei.
01:06:07: aber diese ganze entwicklung dass sneaker zum lifestyle werden das Das berühmte Song My Adidas von Run DMC in den Achtzigerjahren, das passiert alles nachdem die beiden bereits tot sind.
01:06:23: Adolf und Rudolf Dassler.
01:06:24: Also ich wollte keine Punkte vergeben für das was nach dem Tod passiert.
01:06:31: Wer hat groß was damit zu tun auch wenn es natürlich im Vermächtnis vielleicht mit rein spielt?
01:06:37: Hätte es da wahrscheinlich mehr als vier Punkte gegeben?
01:06:39: Ein guter Punkt ja, den man bedenken muss bei der Bewertung.
01:06:45: Ich finde aber auch, dass sie zurecht in dieser Liste steht und auch eine sehr spannende und interessante Persönlichkeit ist an der man sich reiben kann.
01:06:55: Schreibt uns wenn ihr das anders seht!
01:06:57: Aber schreibt uns gerne.
01:06:59: Geht es schickedanz?
01:07:00: Ja.
01:07:01: Hat
01:07:02: in unserem Zuhörer- und zuhörenden Voting auf Platz Sieben abgeschlossen.
01:07:07: Das heißt, sie bekommt drei Punkte.
01:07:11: Denn es geht von unten los.
01:07:13: letzter
01:07:14: Kriegt einen.
01:07:16: Zehnter, neunter zwei, achter drei, siebter vier.
01:07:20: Vier Punkte
01:07:20: stimmt.
01:07:21: Lothar Matthias hat ja nicht null bekommen sondern einen.
01:07:23: Sondern einen!
01:07:24: Ja der letzte.
01:07:25: Viert Punkte dann sind wir bei... ...neinzehnt Punkten wenn ich das richtig im Kopf... Ich hatte was außer dich von sieben und dreimal vier.
01:07:32: Sieben, vier, vier.
01:07:34: Neunzehnten Punkte.
01:07:36: Ja!
01:07:38: Wieder einen Vergnügen mit dir zusammenzuarbeiten.
01:07:42: Wir bleiben jetzt noch bis neun oder zehn Uhr, du kriegst da Brot und machst noch ein wenig was?
01:07:50: Oder willst Du jetzt nach diesen Infos in den Feierabend gehen?
01:07:54: Ich will immer in den feierabends gehen!
01:07:57: Das war die Jugend von heute
01:07:59: Folge sechs der größten Franken aller Zeiten.
01:08:03: wir melden uns nächste Woche.
01:08:07: Ludwig Erhard.
01:08:08: Einen
01:08:08: weiteren Vörter?
01:08:09: Ja, das hatte ich gar nicht mehr.
01:08:12: so auf dem ... Nee, stimmt überhaupt nicht!
01:08:14: Nicht Ludwig-Erhard.
01:08:15: Wir melden uns nächste Woche mit Kunigunde von Luxemburg.
01:08:19: Richtig,
01:08:19: Bamberg darf zuerst
01:08:21: scheinen.
01:08:22: Dann kommen die zwei Vörtern Erhard und Kissinger.
01:08:24: Ihr
01:08:24: merkt den Haus geht langsam die Luft aus.
01:08:28: Wir sind durch.
01:08:29: wir gehen jetzt in Feierabend.
01:08:31: Wir verabschieden uns.
01:08:32: Wir wünschen viel Freude weiterhin.
01:08:34: bleiben sie uns gewogen bis dann.
01:08:36: Ciao Das war die größten Franken aller Zeiten.
01:08:53: Ein Podcast des Verlags Nürnberger Presse.
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